„Um gut drauf zu sein, braucht man weder Alkohol noch Drogen!“ Genau mit dieser Botschaft wendet sich das Landratsamt Main-Spessart in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Marktheidenfeld nunmehr zum 17. Mal an die Jugend im Landkreis Main-Spessart.

Mit der Veranstaltung, „Fairplay – Fit ohne Drogen“, soll jungen Leuten eine Plattform geboten werden, sich bei einem Fußball- und Volleyballturnier im fairen Wettstreit miteinander zu messen, so die Absicht der Organisatoren.

Erfreulich ist zwar, dass immer mehr Jugendliche weniger Alkohol trinken, unerfreulich ist aber, dass wenige Jugendliche immer mehr und härtere Alkoholika zu sich nehmen. Exzessiver Alkoholkonsum junger Menschen während der Faschingsumzüge oder bei unangemeldeten Veranstaltungen gibt Anlass zur Sorge. Trotz umfangreicher Aufklärungsveranstaltungen und Reglementierungen mussten auch im vergangenen Jahr wieder diverse Jugendliche in Krankenhäuser wegen „Rauschtrinken“, einhergehend mit schweren gesundheitlichen Risiken, eingeliefert werden. Die meisten Veranstalter der unterschiedlichsten Festivitäten sind mittlerweile sehr kooperativ, zeigen Verständnis für die Problematik und bemühen sich um Einhaltung der Auflagen zum Jugendschutz. Trotzdem gibt es immer wieder Probleme, die dann im Nachhinein die Ordnungshüter und die Gerichte beschäftigen.

Verantwortung im Elternhaus
Beim Umgang der Jugendlichen mit Alkohol, kommt aber auch dem Elternhaus eine hohe Verantwortung und Vorbildfunktion zu. Staatliche Reglementierungen sind nur wenig geeignet, unmittelbaren Einfluss auf das Trinkverhalten der Jugendlichen zu nehmen, wenn diese Bemühungen nicht auch durch die Eltern unterstützt werden.

Sicherheitspartnerschaft funktioniert
Bewährt haben sich die Sicherheitspartnerschaften von Polizei, Kommunen und dem Landkreis. In diesen Sicherheitspartnerschaften konnten wichtige Zielvereinbarungen getroffen werden, wie z.B. einheitliche Sperrzeitverkürzung, Jugendschutzkontrollen, Information der Veranstalter u.v.m. Den Kontakt zu den Jugendlichen herzustellen, zu festigen und zu zeigen, dass Spaß und Sport auch ohne Alkohol und Drogen möglich sind, dies ist auch für die Zukunft das Ziel.

Mit dieser Zielrichtung findet auch das diesjährige Fußball- und Volleyballturnier statt. Um die Attraktivität zu erhöhen, gibt es für alle Teilnehmer wieder ein attraktives Geschenk und für die besten Mannschaften Preise wie Fußbälle, „Neoprene Football“ (American Footballs), Power Banks und Pokale. Es lohnt sich also mitzumachen. Anmeldungen sind bis Montag, 11. Juli möglich.

Neu: Interessantes Rahmenprogramm
Das Begleitprogramm wird dieses Jahr von der Freiwilligen Feuerwehr Marktheidenfeld und dem Technischen Hilfswerk Hafenlohr gestaltet. In einer gemeinsamen Übung werden sie verschiedene Rettungstechniken vorstellen. Für die Siegermannschaften hat Kreisbrandinspektor Bertram Werrlein eine Fahrt mit einem Feuerwehr-Rettungsboot auf dem Main versprochen.
Die Einstellungsberaterin des Polizeipräsidiums ist ebenfalls mit einem Stand vertreten und wird Fragen interessierter junger Leute zum Polizeiberuf beantworten.

Die Veranstaltung fand bislang auch beim Polizeipräsidium Unterfranken großen Anklang und wird von dort sehr tatkräftig unterstützt. Auch Landrat Thomas Schiebel steht „…voll hinter der Veranstaltung“ und hofft auf viele Teilnehmer.

Auch die Bayerische Sportjugend wird mit einem Informationsstand vertreten sein. Ein Parcours zur Alkoholprävention soll die negativen Auswirkungen von Alkoholkonsum verdeutlichen und erfahrbar gemacht werden.

„Fairplay – fit ohne Drogen“ im „Nationalen Aktionsplan Jugendschutz (NAJ)“ aufgenommen
„Wirksamer Jugendschutz ist Gemeinschaftsaufgabe“. Unter diesem Motto setzt sich das Bundesfamilienministerium seit einigen Jahren für einen effektiven und praxisgerechten Jugendschutz in der Öffentlichkeit ein. Deren Kampagne, „Jugendschutz aktiv“, zielt auf die Vernetzung und den fachlichen Austausch von engagierten Gruppierungen unterschiedlichster Prägung ab. Das Projekt „Fairplay – Fit ohne Drogen“ aus dem Landkreis Main-Spessart ist in die bundesweite Datenbank für vorbildlichen Jugendschutz aufgenommen und zur Nachahmung empfohlen.