Fußball- und Volleyballturnier am 21. Juli in Marktheidenfeld

„Fairplay – Fit ohne Drogen“ nennt sich das Jugend-Fußball und Volleyballturnier, das inzwischen zum 19. mal in Marktheidenfeld im Landkreisstadion am Äußeren Ring, ausgetragen wird. Von seiner Anziehungskraft hat dieses Turnier für Freizeit- und Hobbymannschaften nichts eingebüßt. Bis jetzt haben sich 15 Fußballmannschaften und drei Volleyballteams angemeldet.

Mit Ihrer Teilnahme unterstützen die Jugendlichen das Motto:
„Um gut drauf zu sein, braucht man weder Alkohol noch Drogen!“

Das Landratsamt Main-Spessart richtet in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Marktheidenfeld seit nunmehr 19 Jahren diese Veranstaltung aus. Die Absicht der Organisatoren ist es, mit der Veranstaltung, „Fairplay - Fit ohne Drogen“, den jungen Leuten eine Plattform zu bieten, um sich im fairen Wettstreit miteinander zu messen und sich von Alkohol und Drogen zu distanzieren.

„Alkoholkonsum im Jugendalter ist kein Kavaliersdelikt und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden“, sagt Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Polizeiinspektion Marktheidenfeld, Wolfgang Gmelch. 22.309 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zehn und 20 Jahren wurden 2016 aufgrund eines Alkoholmissbrauchs stationär (im Krankenhaus) bundesweit behandelt, das waren 1,8 % mehr als im Vorjahr.

Exzessiver Alkoholkonsum junger Menschen, vor allem bei Spontanpartys oder bei unangemeldeten Veranstaltungen gibt Anlass zur Sorge. Trotz umfangreicher Aufklärungsveranstaltungen und Reglementierungen mussten im vergangenen Jahr auch im Landkreis Main-Spessart wieder Kinder und Jugendliche in das Krankenhaus wegen „Komatrinken“ eingeliefert werden. „Beim Umgang der Jugendlichen mit Alkohol, kommt dem Elternhaus eine hohe Verantwortung und Vorbildfunktion zu“, appelliert Kreisjugendpfleger Bernhard Metz. Staatliche Reglementierungen sind nur wenig geeignet, unmittelbaren Einfluss auf das Trinkverhalten der Jugendlichen zu nehmen, wenn diese Bemühungen nicht auch durch die Erwachsenen und Elternhaus unterstützt werden.

Landrat Thomas Schiebel hebt hervor, „dass sich die Sicherheitspartnerschaften von Polizei, Kommunen und dem Landkreis bewährt haben.“ In diesen Sicherheitspartnerschaften konnten wichtige Zielvereinbarungen getroffen werden, wie einheitliche Sperrzeitverkürzung, Jugendschutzkontrollen, Information der Veranstalter u.v.m. Den Kontakt zu den

Jugendlichen herzustellen, zu verfestigen und zu zeigen, dass Spaß und Sport auch ohne Alkohol und Drogen möglich sind, dies ist auch für die Zukunft das Ziel.

„Fairplay – fit ohne Drogen“ im „Nationalen Aktionsplan Jugendschutz (NAJ)“ aufgenommen.

„Wirksamer Jugendschutz ist Gemeinschaftsaufgabe“. Unter diesem Motto setzt sich das Bundesfamilienministerium seit einigen Jahren für einen effektiven und praxisgerechten Jugendschutz in der Öffentlichkeit ein. Deren Kampagne, „Jugendschutz aktiv“, zielt auf die Vernetzung und den fachlichen Austausch von engagierten Gruppierungen unterschiedlichster Prägung ab. Seit letztem Jahr ist auch das Projekt „Fairplay – Fit ohne Drogen“ aus dem Landkreis Main-Spessart in die bundesweite Datenbank für vorbildlichen Jugendschutz aufgenommen und zur Nachahmung empfohlen.

Die Fußballer und Volleyballer werden in Alterskategorien eingeteilt. Die Sieger erhalten Pokale und tolle Sachpreise. Die Teilnahme lohnt sich für alle Akteure.
Bis Freitag, 13. Juli können sich Kurzentschlossene noch anmelden unter Tel.: 0 93 91 / 98 41 – 0 oder 0 93 53 / 793 – 15 10.



Foto (Oliver Wieser): Wer wird diesmal den Wanderpokal mit nach Hause nehmen? Die Organisatoren freuen sich auf spannende Spiele beim 19. Fairplay Turnier. Von links nach rechts: Landrat Thomas Schiebel, Regina Schäth, PI Marktheidenfeld, EPHK Wolfgang Gmelch und Kreisjugendpfleger Bernhard Metz.