Sitzen immer mehr und häufiger als früher, ADHS-Kinder in den Kindergärten und Klassenzimmern? Gibt es alternative Behandlungsmethoden für Kinder mit ADHS?

Wie können Eltern, Lehrer und Erzieher diesen Kindern helfen? Wie hilfreich sind neue Behandlungsmethoden? Diese Fragestellungen will der 6. ADHS Fachtag in den Mittelpunkt stellen und ihnen auf den Grund gehen. Der Verein zur Förderung der Erziehung, Volks und Berufsbildung (Förderverein Gut Erlasee e.V) widmet sich seit Jahren diesem Problem.
Dem Organisationsteam des 6. ADHS Fachtages, mit Jutta Pfister (Lehrerin an der Grundschule), Andreas Arnold (Heilpraktiker) und Bernhard Metz (Kreisjugendamt und Vorstand im Förderverein Gut Erlasee), ist es wichtig, die Problematik zu vertiefen und Lösungsansätze für Eltern, Lehrer, Erzieher zu verdeutlichen.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) gehören, neben der Störung des Sozialverhaltens, zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter. Laut dem Barmer GEK Arztreport 2016 sind 4,28% der Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 19 Jahren von einer ADHS betroffen.
Zu den Hauptmerkmalen einer ADHS zählen insbesondere folgende drei Symptome: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.

Eine dringende Aufgabe der Pädagogik und Verhaltenspsychologie ist es, den Eltern und pädagogischen Fachkräften Maßnahmen an die Hand zu geben, um betroffenen Kindern das Lernen und die Teilhabe an der (Klassen) Gemeinschaft zu ermöglichen.

Dazu wurden wieder Referenden engagiert.
Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner erstellt Therapieprogramme für entwicklungsauffällige Kinder. Sie entwickelte die Psychomotorische Ganzheitstherapie (PMG) und integrierte die HEG-basierte (Hämoenzephalographie) Neurofeedback-Methode in ihren Therapieformen.
Frau Dr. Kannegießer wird die Grundlagen des HEG basierten Neurofeedbacks bei ADHS und Autismusspektrumstörungen beschreiben und Fallbeispiele vorstellen.

Andreas Arnold, Heilpraktiker und Fachkrankenpfleger für Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitet seit vielen Jahren therapeutisch und pädagogisch in eigener Praxis speziell mit Kindern ADHS und deren Eltern. Im Workshop gibt er Ideen und Tipps aus seiner praktischen Arbeit im Umgang mit ADHS weiter.

Prof. Dr. Hans Biegert (HEBO-Schule Bonn) stellt verhaltenswirksame Interventionsmaßnahmen für Lehrer und Eltern vor. Eltern und Lehrer suchen nach konkreten „handfesten“ Handlungsanleitungen bei Kinder mit ADHS. In der pädagogischen Praxis sind das Fragen zu den Themenbereichen, Konsequenz im erzieherischen Verhalten, Störungen und Störverhalten und die Bedeutung des Klassensozialklimas für die Unterrichtsatmosphäre.

Tessa Feldmann, Therapeutin, referiert über das Projekt“ Psychomotorische Ganzheitstherapie in der Schule. Dies ist ein Konzept, um Kinder, zu fördern und Lehrer, Eltern und Erzieher werden darin gefördert, Wahrnehmungsstörungen bei Kindern mit einfachen Tests erkennen kann.

Marco Jodes, Therapeut, zeigt ganz andere, praktische Möglichkeiten auf, wie man mit wütenden und aggressiven Kindern umgehen kann.

Unterstützung erhält der Förderverein Gut Erlasee e.V., von der KEG (Katholische Erziehergemeinschaft), dem Lions Club Karlstadt, der Sparkasse Mainfranken, der Raiffeisenbank Main-Spessart e.G., dem Amt für Jugend und Familien MSP.

Der 6. ADHS-Fachtag findet am Samstag, den 23. November 2019 im Mehrgenerationenhaus in Binsfeld statt. Weitere Informationen und Anmeldungen erhalten sie unter Tel. 09353 793-1510 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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